Claudia Maschek
 
  Wortwundertüten

Rede zur Austellung "espace's" Worte Donnern herab wie ein Wasserfall

Worte donnern herab wie ein Wasserfall.
Scharf wie ein Messer trennen sie unsere Seelen
Und spießen sie auf.


Zäh tropfen die Worte von deinen Lippen
und gleiten dumpf zu Boden.


Ich sauge Worte aus deinem Mund.


Deine Worte liegen wie Nebel auf meinem Körper.


Worte, wie frische Tautropfen
rollen aus deinem Mund.


Unsere Worte tanzen zueinander, umschlingen uns.


Worte,
für dich gefunden,
jedes einzeln aufgereiht zu einer Kette.


Du wirfst Worte in die Luft.
Bevor sie schwer zu Boden fallen,
fange ich sie auf.


Worte hart wie Stahl


Worte fallen ziellos durch den Raum.
Sie erreichen mich nicht.


Worte stolpern durch den Raum.

Rede zur Austellung "espace's" Unsere Worte finden nicht zueinander

Unsere Worte finden nicht zueinander.


Ich flüstere dir Worte zu,
sie segeln leicht durch den Raum.


Ich schreie dir Worte an den Kopf.
Donnernd erschüttern sie den Raum,
fallen schwer zu Boden.
Du hebst sie auf,
baust mit ihnen eine Mauer in den Raum.


Sanft wie ein Adler gleiten deine Worte auf mich zu.
Um mich dann zur Beute werden zu lassen.


Worte, wie Perlen aus deinem Mund


Worte, wie Perlen auf einer Kette


Wortkrone


Es wird alles schon gesagt.
Die Hitze der Worte


Wir schwimmen in einem Meer aus Worten und kühlen uns in unserem Schweigen


Festgewand der Worte


Schnelle Worte
Leere Worte


Worthülsen

Rede zur Austellung "espace's" Worte wie Perlen

Worte wie Perlen,
aus deinem Mund.
Ich küsse sie von deinen Lippen,
reihe sie auf zu einer Kette,
um mich mit ihr zu schmücken.

Worte wie Perlen auf einer Kette.
Ich habe sie für dich gefunden.
Jedes einzeln für dich aufgereiht,
um sie dir zu schenken.

Worte wie Bilder.
Ich male Worte in den Sand.
Schenke sie dir, dass sie zum Leben erwachen.
Hauche sie über meine Lippen,
lass sie in der Sonne fliegen.

Ich schmücke dich mit Worten.
Ziehe dir ein Festgewand an,
geschneidert aus Worten.
Setze dir eine Krone aus Worten auf dein Haupt,
und mache dich zu meinem Bräutigam.

Rede zur Austellung "espace's" Auf der Suche nach der Heimat

Derweil du schaust aus deinem Haus,
geh ich hinaus zu meinem Schmaus

Auf der Suche nach der Heimat fand ich vieles
Ohne es zu sehen.

Ich vertraue dir.
Ich schenke dir mein Vertrauen.

Ich lege mein Herz in deine Hände.

Rede zur Austellung "espace's" Knochenarbeit

Knochenarbeit
Knoch noch beit
Noch noch beit
Noch Arbeit
Och, Arbeit?
Ooh, Arbeit!


Teppich klopfen
Ich klopf Tepp


„Der Rasen der Gedanken“
Rasende Gedanken
Gedanken rasen
Gedankenrasen
Gedankentrassen


Ungeküsster Kuss


Flüsterndes Rufen der Seele
rufendes Flüstrern


Zarte Flügel der Traurigkeit


Hand im Mond


Inneres Schauspiel


„wer bleibt, ist nie lange weg“
Wer nie bleibt, ist nie lange da
Wer nie geht, ist nicht lange weg




Rede zur Austellung "espace's" Das Leben

Das Leben streicht durch die Straßen
Das Leben kehrt die Straßen


Schicht um Schicht streife ich meine Haut ab.
Mit weichen, zarten Flügeln entflieht sie


Wo hast du Deine Zeit für uns verloren?


Wortwundertüten

tüten hüten
meine Güte
keine Güte
Hütentüten
Hundetüten
Hüte tüten
meine Güte
Tütenwunder
Wundertüten
Mythen hüten
Mythen tüten
Meine Hüte

Die Welle hütet das Meer.
Die Welle tütet das Meer.
Meeresjungfrauen hüten die Tüten
und wüten im Meer.
Drum kehre ich nicht mehr.


Verlorene,  gewonnene  Stunden

Das Jetzt steht da und schaut dich an

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